Drohnen im Kolleg

Einmal im Jahr verändert sich die Aula des Overberg-Kollegs schleichend Stück für Stück. Zunächst hängen Vorhänge, dann wird der große Teppich ausgerollt und wenn schließlich die Bühne steht, wissen auch die neuen Erstsemester, dass etwas Besonderes stattfinden wird: es ist Zeit für die jährliche Theateraufführung des Kollegs.

Auch in diesem Jahr war das Stück tatsächlich etwas ganz Besonderes. Das Stück „Homo Sapiens Sapiens. Sapiens?“, das die Studierenden in den vergangenen Semestern selbst geschrieben hatten, nahm die angereisten Gäste mit auf eine Reise durch unterschiedliche Zeiten und Welten. In Underground City, auf dem Mars, in der Gegenwart oder in der Zukunft erkundete das Publikum gemeinsam mit den Studierenden, wie das Leben in einer dystopischen Zukunft aussehen könnte. Geschickt verknüpften die Schauspieler*innen dabei aktuelle gesellschaftspolitische Themen mit klassischen Dystopien, etwa Aldous Huxleys Brave New World, zitierten zeitgenössische Filme wie The Island an, liessen eine Drohne durch die Aula schweben und untermalten die Szenen mit Livemusik sowie kurzen Videosequenzen. Das daraus entstehende kritische Stück wirkte dabei nie belehrend oder moralisierend, sondern war immer auch mit einer guten Portion Humor und Selbstironie gewürzt.

Hervorgehoben werden sollte mit Sicherheit noch die Leistung der Studierenden, die viele freie Tage und Wochenenden geopfert hatten, um sich auf das Stück vorzubereiten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die Studierenden tauchten zum Teil so weit in die eigenen Rollen ein, dass einige von ihnen nicht mal mehr erkannt wurden. „Ach, das war der/die… Hab ich ja gar nicht gemerkt.“ war in der Aula im Anschluß an die Aufführung immer wieder zu hören.

Das Publikum dankte es den jungen Autor*innen und Darsteller*innen mit langanhaltendem Applaus.

Auf den Fotos in der rechten Spalte kann man einen kleinen Eindruck von der Aufführung bekommen und der link zeigt, dass auch die angereiste Presse von der Aufführung begeistert war. Darüber hinaus lässt sich dort auch noch eine Rezension eines Studierenden des 6. Semesters (Tim Schaepers) herunterladen.