Max-Planck-Tag

Forschen ist Neugier

2018 jährt sich der Geburtstag von Max Planck zum 160. Mal; vor genau 100 Jahren erhielt er den Nobelpreis für Physik. Vor 70 Jahren wurde die Max-Planck-Gesellschaft, eine der führenden deutschen Institutionen im Bereich der Grundlagenforschung, gegründet. Anlässlich dieser Jubiläen lud das Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster am 14. September ein und die Biologie LKs des 4. und 5. Semesters sowie der Chemie-GK des 4. Semesters folgten der Einladung gerne.

In einem Fachvortrag mit dem Titel „Können wir menschliche Gehirne herstellen?“ stellte uns ein Wissenschaftler des MPI seinen Forschungsgegenstand vor. Zur Entwicklung von Medikamenten gegen neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson können in Frage kommende Wirkstoffe verständlicherweise nicht an den Gehirnen menschlicher Patient*innen getestet werden. Stattdessen wird die Wirksamkeit von Substanzen an Zellkulturen überprüft, die man ausgehend von Stammzellen aus menschlicher Haut erzeugen kann. Als Ausgangsmaterial reichen die Zellen aus, die an einem auf die Haut gehefteten Klebestreifen eines erwachsenen Menschen beim Abziehen haften bleiben. Die Forscher*innen züchten aus diesen Stammzellen dreidimensionale Mini-Gehirne, die sich gegenüber Gewebebereichen eines menschlichen Gehirns ausreichend ähnlich verhalten, um potentielle Medikamente daran mit vergleichsweise geringem Aufwand zu testen.

Im Anschluss an den Vortrag informierten wir uns an Ständen in der Eingangshalle über unterschiedliche Berufsgruppen am MPI und ihre jeweilige Arbeit. Wissenschaftler*innen zeigten Facetten ihrer Forschung und erklärten ihren Forschungsbereich anschaulich teilweise deutsch- und teilweise englischsprachig. Neben Einblicken in (elektronen-)mikroskopische Verfahren und die Arbeit von technischen Angestellten konnte man an mehreren Ständen den Zusammenhang zwischen Grundlagenforschung und potentiellen Anwendungsfeldern dieser Forschung verstehen.

(Slotty)