Startschuss für Pilotprojekt

CAJ-Initiative bereitet Studierende auf das Leben nach dem Abitur vor

Im Overberg-Kolleg in Münster ist am 26. September buchstäblich der „Startschuss“ gefallen: In Kooperation mit der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) im Diözesanverband Münster ist an dem Weiterbildungskolleg des Bistums Münster ein Pilotprojekt mit selbigem Titel gestartet: Interessierte Studierende, die an dem Kolleg auf dem Zweiten Bildungsweg ihr Abitur nachholen, sollen ganzheitlich auf die Berufs- und Studienwahl vorbereitet werden.

Kollegleiter Ansgar Heskamp freut sich über das neue Programm, das das herkömmliche Beratungsangebot ergänzt: „Mit dieser Kooperation beschreiten wir einen neuen Weg in der Berufs- und Studienberatung, weil hier auf Grundlage individueller Beratung persönliche Wege in Studium und Beruf entwickelt werden.“ Bewusst knüpfe das Kolleg mit dem Angebot an das Leitbild christlicher Schulen an und stelle den Menschen in den Mittelpunkt.

Einmal pro Monat wird sich Christin Lechtenböhmer, Jugendbildungsreferentin der CAJ, mit den vorerst zwölf Studierenden treffen und sie anhand von verschiedenen Methoden aus der außerschulischen Bildungsarbeit und des Berufscoachings auf das Leben nach dem Abitur vorbereiten. Welche Methoden genau zum Einsatz kommen, stehe noch nicht fest. „Wir wollen die Studierenden zu Wort kommen lassen und die Treffen danach ausrichten, was ihnen wichtig ist“, sagt Lechtenböhmer. Im Angebot hat sie viele Ideen – von der klassischen Gesprächssituation bis zu erlebnispädagogischen Aktionen. Dabei soll es stets darum gehen, die eigenen Stärken und Ressourcen herauszuarbeiten, Grenzen kennenzulernen und Hilfen bei Entscheidungen zu bekommen. „Die Verbindung der beruflichen und privaten Lebensplanung steht im Fokus“, ergänzt die Diplom-Pädagogin.

Die drei Studierenden Simone Dunker (22), Antonia von Olleschik-Elbheim (20) und Lorenzo Veropalumbo (29) beobachten immer wieder, wie schwer es fällt, sich selbst einzuschätzen und sich für eine der vielen Möglichkeiten, die der persönliche Lebensweg bereithält, zu entscheiden. Eine Entscheidung steht für die drei bereits fest: Sie werden an dem „Startschuss“-Projekt teilnehmen. Simone Dunker, die bereits ausgebildete Pferdewirtin ist, möchte so die Chance nutzen, sich selbst besser kennenzulernen. „Wir bringen alle schon Berufserfahrung mit – positive wie negative; ich hoffe, dass wir so voneinander lernen können“, sagt sie. Auch ihr Kommilitone Lorenzo Veropalumbo möchte durch „Startschuss“ über die Schulinhalte hinaus sein Selbstbild in den Blick nehmen. Antonia von Olleschik-Elbheim fasst zusammen: „Es geht nicht darum, was wir nach dem Abitur machen können, sondern wie wir es machen können.“

Weitere Informationen sowie Kontaktdaten für interessierte Schulen gibt es bei Christin Lechtenböhmer, telefonisch unter 0251/60976-36 oder per Mail an lechtenboehmer(at)caj-muenster.de

Text: Ann-Christin Ladermann
Bischöfliches Generalvikariat Münster
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