Was ist ein Weiterbildungskolleg?

Das Weiterbildungskolleg ist eine Schulform des Zweiten Bildungswegs und richtet sich an junge Erwachsene, die mindestens 18 Jahre alt sind und über eine mindestens zweijährige Berufserfahrung verfügen. Der Zweite Bildungsweg bietet die Chance eines Neubeginns, die Möglichkeit, bisherige Lern- und Lebenserfahrungen zu erweitern und zu vertiefen und ermöglicht eine Weiterqualifikation für Beruf und Studium.

Der Unterricht will erwachsenengerecht sein, d.h. die Reife, Lebens- und Berufserfahrung der Studierenden berücksichtigen. Es geht nicht allein um Wissensvermittlung, sondern um die Förderung grundlegender Fähigkeiten wie z.B. Selbstreflexion und Lebensplanung, Selbstständigkeit und Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen und Teamgeist.

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Schulprogramm

Als Schule des Zweiten Bildungsweges für Erwachsene ist die Grundlage für den Lern- und Bildungsprozess ein besonderes Ver­hältnis der Lernenden untereinander sowie zwischen Lehrenden und Lernenden. Die Studierenden bringen umfangreiche Lebenserfahrungen mit und können auf unter­schiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten aus Beruf und Schule zurückgreifen. Verschiede­ne Voraussetzungen ergeben sich auch daraus, dass sich Studierende unterschiedlicher Herkunft und Prägung begegnen. Diese Vielfalt gilt es, in der Schule zu fördern und zur Geltung zu bringen.

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Bistumsschule

Das Overberg-Kolleg ist eine Schule des Bistums Münster. Die Bildungsarbeit am Overberg-Kolleg wird getragen von einer christlichen Sicht auf die Welt. Das Overberg-Kolleg soll als Ort des Lernens und der Gemeinschaft erlebbar sein, in der alle nach ihren Kräften und Möglichkeiten die anderen stützen, auf sie eingehen, das Ge­spräch suchen und auch zu Kritik und Selbstkritik bereit sind. Zum Entstehen und Wachsen dieser Gemeinschaft gehört es, dass alle ausdrücklich auf­gefordert sind, eigeninitiativ zu sein, sich zusammenzuschließen und Schule mitzugestalten. Das Leben aus dem Glauben hat, entsprechend den individuellen Einsichten, Erfahrun­gen, Gaben und Fähigkeiten, vielfältige Ausprägungen. Auch diese Vielfalt gilt es, in der Schule zu fördern und zur Geltung zu bringen.

Leitbild

Als Orientierung für die schulische Arbeit im Unterricht und darüber hinaus hat die Hauptabteilung Schule und Erziehung im Bistum Münster ein eigenes Leitbild formuliert. Es soll den einzelnen Schulen Impulse und Anregungen für die konzeptionelle und praktische pädagogische Arbeit an den Bistumsschulen geben und zugleich einen Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität katholischer Schulen leisten.

 Das Bistum Münster

Das Bistum Münster hat im Bereich Bildung- und Erziehung immer eine besondere Verantwortung wahrgenommen. So ist das Bistum Träger zahlreicher weiterführender Schulen. Die bischöflichen Schulen verstehen sich als Orte kirchlicher Präsenz in der Gesellschaft und für die jungen Menschen, die diese Schulen besuchen.

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Geschichte

Das Overberg-Kolleg wurde 1960 durch Bischof Michael Keller als Reaktion auf die Bildungsmisere auf dem Land gegründet. Benannt wurde das Kolleg nach Bernhard Heinrich Overberg, einem katholischen Theologen und Pädagogen.

Die neue Schule fand schnell Zuspruch. Ging man 1960 noch mit lediglich sieben Lehrkräften und 25 Studierenden an den Start, stieg die Zahl der Studierenden nach einem Umzug in das heutige Gebäude bis 1969 bereits auf 250.

Zahlreiche Veränderungen des Schulsystems im Laufe der Jahre wie die Übertragung der Rahmenbedingungen der reformierten Oberstufe auf die Weiterbildungskollegs in NRW 1981 oder die Einführung des Zentralabiturs auch für die Kollegs ab 2005 taten der Nachfrage keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Im Wintersemester 2014 besuchten über 350 Studierende das Weiterbildungskolleg.

Für mehr Informationen können Sie die Geschichte des Kollegs herunterladen.

Wer ist eigentlich Overberg?

Bernhard Heinrich Overberg (1754-1826) gilt als „Lehrer der Lehrer“ im Münsterland. 1779 zum Priester geweiht, wird er von Franz Freiherr von Fürstenberg, dem Gründer der Universität, nach Münster geholt, um sich um die Lehrerausbildung in Münster und auf dem Land zu kümmern. Er besucht für mehrere Monate die Schulen des Bistums Münster und setzt sich anschließend intensiv für die Qualifizierung und Professionalisierung der Lehrkräfte ein.

Moderne Begriffe wie ‚Studierendenorientierung’ und ‚Individuelle Förderung’ sind für Overberg dabei bereits im 18. Jhdt. relevante Unterrichtsaspekte. Lehrerinnen und Lehrer sollen auf die unterschiedlichen Verhältnisse der Studierenden eingehen und individuelle Begabungen fördern. Dabei steht im Unterricht weniger das bloße Auswendiglernen von Texten im Vordergrund, als vielmehr das studierendenorientierte Unterrichtsgespräch.

Overberg hat so einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Bildungssystems in Münster und Westfalen, und zahlreiche Schulen – wie auch das Overberg-Kolleg – sehen sich ein Stück weit in seiner Tradition.

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