Gedenkstättenfahrt

Gedenken an die Opfer der Shoah

Die Studierenden des vierten und fünften Semesters des Overberg-Kollegs unternahmen mit ihren Semesterlehrerinnen anlässlich des Holocaustgedenkens 2024 eine bewegende dreitägige Gedenkstättenfahrt nach Weimar, Buchenwald und Erfurt.

Die historisch-politische Bildungsfahrt führte sie ausgehend von der Klassikstadt Weimar zu Erinnerungsorten der NS-Verbrechen im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und am Firmensitz der Ofenbauer Topf & Söhne in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.

Schwerpunkte bildeten Fragen nach der Vereinbarkeit des humanistischen „Geist“ von Weimar mit dem NS-Menschenbild, den Motiven der Täter im SS-geführten Konzentrationslager und der Ingenieure der Krematorien und Lüftungstechnik in dem Erfurter Privatunternehmen.

Tief bewegt von der Normalisierung der Gewalt in der nationalsozialistischen Gesellschaft und der Entmenschlichung der Opfer durch die Täter und Mittäter gab es intensive Momente des gemeinsamen Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus. Bei der Nachbereitung der Eindrücke standen vor allem die Fragen der Handlungsspielräume und persönlichen Verantwortung für die NS-Vernichtungspolitik im Vordergrund.

Dabei war der Bezug zur Gegenwart, zu aktuell stattfindender Ausgrenzung und der Gefahr von rechts, die ganze Zeit präsent. Das Fazit der Studierenden aus den vielfältigen Erfahrungen lautete: „Die Opfer waren Menschen wie wir- die Täter auch.“, „Nie mehr wegsehen!“, „Wehret den Anfängen!“, „Aktiv gegen Rassismus stellen!“  und „Die Demokratie verteidigen“, gerade heute!