Nach vielen Jahren

Bilder aus selbstgeschöpftem Papier. Eine Ausstellung im Overberg-Kolleg.

Das Overberg-Kolleg feiert eine Premiere. Drücken in den Räumlichkeiten des Weiterbildungskollegs des Bistums Münster normalerweise junge Erwachsene, die das Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg erwerben möchten, die Schulbank, können Interessierte hier ab dem 8. Dezember eine Ausstellung des Münsteraner Künstlers Wilhelm Vaut besuchen.

Den Zeitpunkt für seine Ausstellung hat Vaut, selbst ehemaliger Overbergianer, bewusst so gewählt, dass sie noch vor dem Umbau des Kollegs im kommenden Jahr stattfinden kann. In diesem Gebäude hat er studiert und sein Abitur gemacht. Nach dem Studium ist er dann auch als Lehrer dort tätig gewesen. Seit er im Ruhestand ist, widmet er sich ganz seinem Hobby, der Kunst. Seine jetzige Ausstellung soll seine lange Beziehung mit dem Overberg-Kolleg – Studierender, Lehrer, Pensionär – abrunden. Die gezeigten Bilder sind eine Auswahl der letzten 12 Jahre, in denen Vaut vorwiegend mit verschieden Drucktechniken auf selbstgeschöpftem Papier gearbeitet hat.

Als Leitbild für seine Arbeit diene ihm, so Vaut, die Informelle Kunst, die Kunst nach dem 2. Weltkrieg in Europa, die Kunst seiner Elterngeneration – erschaffen von Künstlern, die nach Verfolgung, Krieg und Erniedrigung mutig weiter ihren Weg gegangen seien. Als besonderes Vorbild sieht er Hans Hartung (1904-1989), für den Bilder das Psychogramm eines Malers gewesen seien.

Die Ausstellungseröffnung findet am 8. Dezember 2016 um 19.00 Uhr vor geladenen Gästen statt. Danach können die Bilder vom 8. Dezember 2016 bis 31. Januar 2017 werktags von
 14.00 bis 16.00 Uhr (außer in den Schulferien) in den Räumlichkeiten des Overberg-Kollegs betrachtet werden.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.