Schreiben für Frieden

Molla Demirel besucht das Overberg-Kolleg

Am Dienstag, den 17.02.2015, versammelten sich rund 60 Studierende des Overberg-Kollegs, um den deutsch-türkischen Schriftsteller und Lyriker Molla Demirel, der seit 1972 in Münster lebt, zu interviewen und einige seiner Texte zu hören.

Molla Demirel berichtete aus seinem Leben, von Parallelen zwischen bedeutenden Autoren und Friedensbotschaftern wie Günter Grass, Bertold Brecht und Nazim Hikmet und von seiner Art des Schreibens. In einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Gespräch konnten die Studierenden erleben, wie viel Spaß Molla Demirel und seine mitangereiste Kollegin und Übersetzerin Türkan Heinrich an Literatur und an der Arbeit mit jungen Menschen haben. Mit unterhaltsamen Aussagen wie „Ich schreibe immer und überall. Egal ob am Schreibtisch oder auf der Toilette, ich habe mein Notizbuch immer dabei.“ sorgte Demirel an mehreren Stellen sogar für lautes Lachen seitens der Studierenden.

Entstanden war die Idee für den Besuch in einem Deutsch-Leistungskurs auf Initiative des Studierenden Frederik Buchmann mit der Absicht, den regulären Unterricht durch eine Lesung und ein Interview mit Demirel aufzulockern. Dass der Autor wirklich zusagte, freute die Studierenden, hatten sie sich doch selber viele unterschiedliche Fragen überlegt, z.B. nach Demirels Inspirationsquellen, seinen literarischen Vorbildern oder danach, in wie weit beim Übersetzen seiner Gedichte aus dem Türkischen die Aussage erhalten bliebe. Auch Demirel war über den Besuch sehr erfreut: „Es macht mir immer Spaß, vor neugierigen jungen Leuten zu lesen.“ Moderiert wurde das Gespräch von zwei Studierenden aus dem LK des 6. Semesters, Jessica Schulz und Rabea Stroner.

Ein Beitrag über den Besuch Molla Demirels am Overberg-Kolleg wird am Montag, den 2.3.2015 ab 20:04 bei Antenne Münster gesendet. Wer sich noch genauer mit Demirel befassen möchte, kann sich am Samstag, den 21.3.2015 um 17:30 im Rahmen der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“ eine Lesung in deutscher und türkischer Sprache in den Räumen des interkulturellen gemeinnützigen Vereins Kaktus Münster e.V. (www.kaktus-net.de) ansehen. Der Eintritt ist frei.