Menschenrechte und Demokratie

Gegen Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus

In unserem Land organisieren sich Rechtsextreme und Rechtsradikale immer stärker. Sie erhalten zunehmend Einfluss und Rückhalt in unserer Gesellschaft. Täglich können wir beobachten, wie Hass und Gewalt sich in unseren politischen Debatten verbreiten, unser Miteinander vergiften, menschenverachtenden Unfrieden und Gewalt herbeiführen. In den Medien wird von menschenfeindlichen Plänen berichtet, Millionen von Menschen aus Deutschland zu vertreiben und zu deportieren.

Viele von uns sind in großer Unruhe und in großer Sorge um unsere Gesellschaft und um unsere Demokratie. Viele unter uns sind auch in ganz persönlicher Sorge um ihre eigene Zukunft. Manche unter uns sind auch in Sorge um die Zukunft ihrer Freund:innen und Familien – den Eltern, Großeltern und Geschwistern.

Wir in Deutschland wissen doch, wohin es führt, wenn Verbrechen gegen die Menschlichkeit geduldet werden, wenn wir auf andere herabschauen, sie klein machen, ihnen Respekt verweigern, sie nicht tolerieren. Wir wissen, wohin Menschenfeindlichkeit führt.

Für uns am Kolleg bedeutet dies eine Verpflichtung, konsequent für Menschenrechte, Toleranz und Respekt einzutreten. Das betonen wir, wenn wir in unser Schulprogramm „einander wertschätzen“ in das Zentrum stellen: „Am Overberg-Kolleg treffen die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Diese Vielfalt erleben wir als Bereicherung unseres Zusammenlebens und Arbeitens. Wir begegnen uns in aller Unterschiedlichkeit (z.B. hinsichtlich ethnischer und sozialer Herkunft, sexueller Orientierung und der gesundheitlichen Situation) mit Offenheit, Interesse und Respekt“ (Schulprogramm, Leitsatz 3). Gewaltverherrlichung, Demokratiefeindlichkeit, Verachtung der Grund- und Menschenrechte und Respektlosigkeit haben in unserer Vorstellung keinen Platz.

Unser Bischof Felix Genn hat heute deutlich Stellung bezogen: „Stehen wir als Christinnen und Christen auf gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Hass und Ablehnung. Machen wir deutlich, dass wir solidarisch sind mit den Schwachen, mit den Menschen in Not. Erheben wir unsere Stimme, wenn Menschen bedroht, angegriffen oder diskriminiert werden.“

Das Overberg-Kolleg stellt sich ganz klar gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus. Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist für uns die Achtung von Menschenrechten und Demokratie ein Auftrag. Wir schauen nicht weg: „Wir übernehmen Verantwortung für uns selbst und für unsere Schulgemeinschaft“. (Schulprogramm, Leitzsatz 4)

Jetzt ist die Zeit für Solidarität. Jetzt ist die Zeit, für Demokratie und Menschenrechte einzutreten.

Für den STA Julia Gebringer und Fabian Holl
Für die Schulleitung Ansgar Heskamp und Judith Matern